OR32 Rauchauslöseeinrichtung
Rauchauslöseeinrichtungen & Rauchmelder

OR32 Rauchauslöseeinrichtung

Rauchauslöseeinrichtungen OR32 bestehen aus Rauchdetektor und elektrischer Steuereinheit. Bei Rauchdetektion entsteht ein Signal, das z.B. das Schließen von Brandschutz- oder Rauchschutzklappen veranlassen und Ventilatoren schalten kann. Die Rauchauslöseeinrichtung OR32 wird in Lüftungsleitungen sowie in Brandschutz- oder Rauchschutzklappen oder in Verlängerungen dazu eingesetzt.

Technische Details

  • Überwachung von eckigen und runden Lüftungsleitungen
  • Ansteuerung und Schaltung Brandschutz- und Rauchschutzklappen sowie Ventilatoren
  • Einbau in Überströmöffnungen
  • Allgemeine Bauartgenehmigung OR32 Z-78.6-123
  • Allgemeine Bauartgenehmigung für Überströmöffnungen Ü-FK Z-6.50-2132
  • Allgemeine Bauartgenehmigung für Überströmöffnungen Ü-FR Z-6.50-2133

Produktinformationen

OR32 Rauchauslöseeinrichtungen überwachen den Innenraum von Lüftungsleitungen mit einem Rauchdetektor. Im Falle der Rauchdetektion erfolgt eine Meldung, die beispielsweise das Schließen von Brandschutzklappen oder Rauchschutzklappen veranlassen und Ventilatoren schalten kann.

Einsatzgebiet Rauchauslöseeinrichtung OR32

Der Rauchdetektor kann in eckigen oder runden Lüftungsleitungen, direkt in Brandschutzklappen oder Rauchschutzklappen sowie in Verlängerungen dazu eingesetzt werden. 

Brandschutzklappen und Rauchauslöseeinrichtungen lassen sich so auf einfache Weise kombinieren und bieten eine hervorragende Basis für die Umsetzung gewünschter Szenarien für den Brandfall bis hin zur Umsetzung einer Brandfallmatrix.

Elektronik und Steuereinheit

Die Elektronik der OR32 Rauchauslöseeinrichtung zur Auswertung des Rauchdetektors und zum elektrischen Netzanschluss befindet sich in einer Steuereinheit mit einem geschlossenen Gehäuse aus Kunststoff. 

Die automatische Nachführung der Ansprechschwellen zur Raucherkennung gewährleistet auch bei betriebsbedingter Verschmutzung eine lange Standzeit und Lebensdauer. Taster zum Testen der Funktionen und zum Rückstellen nach einer Rauchdetektion befinden sich in der Steuereinheit.

LED Anzeige Rauchauslöseeinrichtung OR32

Betriebsstellungen, Störungen und Verschmutzungsgrade werden durch LED angezeigt. Auch Fernanzeigen können installiert werden.

Technische Spezifikationen

Artikelkurzbezeichnung
  • OR32 Rauchauslöseeinrichtung
Module Rauchauslöseeinrichtung
  • Ohne Zusatzmodule
  • Mit MC- und Relais-Modul
Bedientableau
  • Ohne Bedientableau
  • Mit Bedientableau

Produktbilder

Medien & Downloads

Anwenderhandbuch OR32 Rauchauslöseeinrichtung (2020-11)
PDF 2MB
Betriebsanleitung OR32 Rauchauslöseeinrichtung (2020-11)
PDF 186KB
Übereinstimmungserklärung OR31 / OR32 (2021-09)
PDF 22KB
Übereinstimmungszertifikat OR31/OR32, Reg.-Nr. 32015 (2016-12)
PDF 958KB
Zulassung OR32, Z-78.6-123 (2021-07)
PDF 431KB
Bauartgenehmigung Ü-FK, Baureihe OR32 & OR4, Z-6.50-2132 (2023-08)
PDF 930KB
Bauartgenehmigung Ü-FR, Baureihe OR32 & OR4, Z-6.50-2133 (2023-08)
PDF 1MB
Übereinstimmungserklärung Ü-FK (Z-6.50-2132) / Ü-FR, Z-6.50-2133 (2023-10)
PDF 49KB

Ausschreibungstext

Über den folgenden Link können Sie den Ausschreibungstext zu diesem Produkt herunterladen. Neben den gängigen Formaten PDF oder DOC sind auch die Formate GAEB 90, ÖNORM oder DATANORM 5 möglich.

FAQ

Die Brandschutzklappen der Baureihe 92 sind wartungsfrei. Sie können aufgrund ihrer Konstruktion und der verwendeten Materialien wie der vollständigen Kapselung der Antriebsmechanik, der thermischen Auslöseeinrichtung, der motorischen Antriebe usw. ohne laufende Wartungsarbeiten zum Erhalt der Funktion auskommen. Regelmäßig wiederkehrendes Schmieren beispielsweise entfällt. Damit beschränkt sich die Instandhaltung auf Funktionskontrollen (Auslösen und Wiederöffnen der Brandschutzklappen) oder Instandsetzungsmaßnahmen bei Beschädigungen. Hygienisch bedingte Reinigungen sind im Rahmen der Gesamtreinigung der raumlufttechnischen Anlage oder bei Bedarf durchzuführen. 

Aufgrund der Wartungsfreiheit sind die Funktionskontrollen auch fernbetätigt zulässig. Besonders einfach und wirtschaftlich lässt sich dieses über das Wildeboer BS2 Kommunikationssystem für Brandschutzklappen mit automatischer Kalendersteuerung durchführen.

Dazu muss das Absperrklappenblatt der Brandschutzklappe geschlossen und wieder geöffnet werden. Die Brandschutzklappe kann mit unterschiedlichen Auslöseeinrichtungen ausgestattet sein oder mit elektrischen Federrücklaufmotoren zum Öffnen und Schließen.

Zur Funktionsprüfung ist die Handauslösung zu betätigen oder eine Fernauslösung vorzunehmen um das Absperrklappenblatt der Brandschutzklappe zu schließen. Danach ist das Absperrklappenblatt wieder zu öffnen.

Die jeweiligen Inbetrieb- und Funktionskontrollmaßnahmen sowie Hinweise zum Betrieb sind in den Betriebsanleitungen beschrieben.

Sie finden unsere Betriebsanleitungen im Download-Bereich.

Bei der Funktionsweise und dem Betrieb von Brandschutzklappen nach DIN EN 15650 gibt es mehrere Vorgaben und Pflichten, die einzuhalten sind. Wir haben die Wesentlichen in einem Dokument zusammengefasst, das Sie sich hier anschauen und herunterladen können.

Lässt sich die Brandschutzklappe nicht öffnen, muss die Schmelzlothülse bzw. das thermoelektrische Schmelzlot auf Unversehrtheit überprüft werden. Diese müssen sich im ordnungsgemäßen Zustand befinden und dürfen keinerlei Beschädigungen aufweisen. Die Ausführungen und den Austausch können Sie der jeweiligen Betriebsanleitung entnehmen.

Darüber hinaus dürfen keine Einbauteile den Klappenblattfreilauf behindern oder versperren.

Sollten diese Maßnahmen nicht wirken setzen Sie sich bitte mit unserer Technischen Beratung in Verbindung.

Sie finden unsere Betriebsanleitungen im Download-Bereich.

Ein Mindestabstand zu angrenzenden Wänden und Decken ist beim Einbau von eckigen Brandschutzklappen der Wildeboer Bauteile GmbH nicht erforderlich. Lediglich ein geringer Abstand ist bei der runden Brandschutzklappe FR90 vorzusehen.

Die entsprechenden Vorgaben können den jeweiligen Anwenderhandbüchern entnommen werden.

Ja. Für die Brandschutzklappen FK90 und FR90 liegt das Konformitätszertifikat zum Einsatz in EX-geschützen Bereichen vor. Sie sind mit mechanischer Auslöseeinrichtung oder elektrischem Federrücklaufmotor erhältlich.  

Details zur Handhabung von Brandschutzklappen mit asbesthaltigen Baustoffen haben wir für Sie in diesem Dokument zusammengefasst.

Nein. Die Brandschutzklappen verfügen jeweils über zwei Kontrollöffnungen (Inspektionsöffnungen). Diese ermöglichen einen Einblick in den Innenraum der Brandschutzklappe, beidseitig des Absperrklappenblatts. Optional können Revisionsöffnungen bei der Brandschutzklappe FK90 bestellt werden. Diese ersetzen nicht Öffnungen entsprechender Größe, die auf Grund von einschlägigen Normen und Richtlinien für Reinigungszwecke vorgesehen werden müssen.

Ja, die  AMP-Stecker können entfernt werden.

Ja. Die Brandschutzklappen werden werksseitig mit einem elektrischen Federrücklaufmotor oder einer thermisch-mechanischen Auslöseeinrichtung (TMA) ausgerüstet. Eine Brandschutzklappe, die werksseitig mit einer TMA ausgestattet ist, kann nachträglich einen Federrücklaufmotor erhalten. Für die Umrüstung sind komplette Antriebseinheiten für den jeweiligen Klappentyp erforderlich. Diese beinhalten die Motorkonsole, den Federrücklaufmotor und das elektrische Schmelzlot.

Ja. Ein Nachrüsten eines Endlagenschalters jeweils für die Offen- und Geschlossen-Stellung der Brandschutzklappe ist möglich. Federrücklaufmotoren verfügen standardmäßig über beide Endlagenschalter.

Ein elastischer Stutzen, auch Dehnungsausgleicher oder Segeltuchstutzen genannt, eignet sich zum Einbau zwischen einer Lüftungsleitung und Komponenten einer Lüftungsanlage z.B. einer Brandschutzklappe. Er kann Längenänderungen des angeschlossenen Kanals aufnehmen, im Brandfall abbrennen und verhindert somit eine Kraftübertragung der Lüftungsleitung auf die Brandschutzklappe.

FK90, FR90 (Baureihe FR92 und FR92K) und FK90K Brandschutzklappen sind CE-gekennzeichnete Bauprodukte nach der harmonisierten Produktnorm DIN EN 15650. Sie können ein- und beidseitig an Lüftungsleitungen aus nicht brennbaren oder aus brennbaren Baustoffen angeschlossen werden. Im Brandfall dürfen thermische Ausdehnungen dieser Leitungen keine erheblichen Kräfte auf die Brandschutzklappe ausüben. Es sind entsprechend dem örtlichen Bedarf Ausgleichsmaßnahmen vorzusehen. Bauordnungsrechtliche Vorgaben zur Umsetzung und Notwendigkeit enthält dazu in Deutschland die „Richtlinie über brandschutztechnische Anforderungen an Lüftungsanlagen“ kurz „Lüftungsanlagenrichtlinie - LüAR“. Allgemein erfolgt der Ausgleich hier durch eine geeignete Leitungsverlegung. Eine generelle Forderung zur Verwendung elastischer Stutzen besteht grundsätzlich nicht. 

Zusätzlich sind bei Verwendung der FK90 Brandschutzklappe für gewerbliche Küchen die Vorgaben der allgemein bauaufsichtlichen Zulassung Z41.3-670 zu beachten. Es sind Lüftungsleitungen aus verzinktem oder nichtrostendem Stahl anzuschließen. Zur Verlegung der Lüftungsleitung und Begrenzung von Kräften ist ebenfalls auf die oben genannte Richtlinie hinzuweisen. 

Zudem sind Lüftungsleitungen an FK90 Brandschutzklappen für gewerbliche Küchen gemäß der bauaufsichtlichen Zulassung

  • in Metallständerwänden 
  • in Wänden aus Gipswandbauplatten 

über geeignete elastische Stutzen (Dehnungsausgleicher) aus brennbaren Baustoffen, mindestens Baustoffklasse B2 nach DIN 4102-1, anzuschließen. Gefordert sind ≥ 100 mm Dehnungsaufnahme im Einbauzustand.

Am 01. Juli 2013 trat die europäische Bauproduktenverordnung (BauPVO, Nr. 305/2011) in sämtlichen Mitgliedsstaaten der EU nach einer Übergangszeit vollständig in Kraft und ersetzte die Bauproduktenrichtlinie (BPR, Nr. 89/106/EWG).

Neu produzierte Brandschutzklappen, die unter die harmonisierte Produktnorm EN 15650 fallen, müssen bereits seit dem 01. September 2012 mit dem CE-Konformitätszeichen gekennzeichnet sein. Der Hersteller hat außerdem seit dem 01. Juli 2013 zusätzlich eine Leistungserklärung (DoP = Declaration of Performance) abzugeben. Er übernimmt damit die Verantwortung für die Konformität der Brandschutzklappe mit der erklärten Leistung. Die Leistungserklärungen liegen vor für:

  • Brandschutzklappe FK90
  • Brandschutzklappe FR90
  • Brandschutzklappe FK90K
  • Brandschutzventil BV90

Das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt) darf damit für Brandschutzklappen, die unter die harmonisierte Produktnorm EN 15650 fallen und daher eine CE-Kennzeichnung tragen müssen, keine allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassungen (abZ) mehr ausstellen oder verlängern. Für nationale Bauvorhaben dürfen sie als Verwendbarkeitsnachweis nicht mehr gefordert werden.

Die erforderlichen Angaben für den Einbau und die Montage sind in den umfangreichen Anwenderhandbüchern vollständig beschrieben.

Beachten Sie auch folgende Produkte

FK90 Brandschutzklappe, Baureihe FK92
Umwelt-Produktdeklaration (EPD)
Hygienezertifikat
CE-Kennzeichnung
FK90 Brandschutzklappe, Baureihe FK92
OR4 Rauchauslöseeinrichtung
OR4 Rauchauslöseeinrichtung
OR4 Rauchauslöseeinrichtung
RL4 Rauchmelder
FR90 Brandschutzklappe, Baureihe FR92
Umwelt-Produktdeklaration (EPD)
Hygienezertifikat
CE-Kennzeichnung
FR90 Brandschutzklappe, Baureihe FR92
JR Rauchschutzklappe
JR Rauchschutzklappe