JR Rauchschutzklappe
Rauchschutzklappen

JR Rauchschutzklappe

JR Rauchschutzklappen kommen in Lüftungsleitungen zum Einsatz, um Rauchübertragungen zu verhindern. In Zuluftsystemen verhindern sie effektiv das Eindringen oder Übertragen von Rauch ins Gebäude. In Lüftungsanlagen mit Umluft oder Wärmerückgewinnung bewahren sie die Zuluft vor Rauch aus der Abluft.

Technische Details

  • Verhindert Rauchübertragung in Lüftungsleitungen
  • Einbau Luftrichtungsunabhängig
  • Erfüllen die brandschutztechnischen Anforderungen der M-LüAR
  • Ansteuerung von Rauchschutzklappen über Rauchauslöseeinrichtung notwendig
  • Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung Z-78.4-40

Produktinformationen

Rauchschutzklappen JR werden zur Verhinderung von Rauchübertragungen in runden und eckigen Lüftungsleitungen verwendet.

Bei Zuluftanlagen wird vermieden, dass Rauch ins Gebäude gelangen oder übertragen werden kann. In Lüftungsanlagen mit Umluft oder Wärmerückgewinnung schützen Rauchschutzklappen die Zuluft gegen Eintritt von Rauch aus Abluft. 

Aufbau Rauchschutzklappe JR

Der U-förmige Rahmen der Rauchschutzklappe JR hat eine Baulänge von 180 mm und verfügt über Anschlussflansche. Die abdichtenden Lamellen aus Metall werden über ein außerhalb des Luftstroms liegendes Gestänge gesteuert.

Die Rauchschutzklappe JR besteht aus verzinktem Stahlblech, die Lamellenlagerung aus Messing. 

Federrücklaufantrieb

Der elektrische Federrücklaufantrieb der Rauchschutzklappe ist wahlweise mit 230V AC oder 24V AC/DC erhältlich und integriertem Endlagenschalter zur Signalisierung der Klappenstellungen ZU und AUF.

Die Rauchschutzklappe muss mit einer geeigneten und bauaufsichtlich zugelassenen Rauchauslöseeinrichtung verwendet bzw. angesteuert werden.

Ansteuerung der Rauchschutzklappe JR

Rauchschutzklappen müssen mit bauaufsichtlich zugelassenen Rauchauslöseeinrichtungen, wie dem OR4 basic, dem OR4 pro oder dem OR32 angesteuert werden. Rauchauslöseeinrichtungen dürfen Gruppen von Rauchschutzklappen gemeinsam ansteuern. Ventilatoren sind abzuschalten, soweit deren Weiterbetrieb der Rauchausbreitung nicht entgegenwirkt.

Produktkennzeichnung

Rauchschutzklappen JR verfügen über die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung Z-78.4-40.

Technische Spezifikationen

Nicht alle hier aufgeführten Variantenwerte sind miteinander kombinierbar. Nutzen Sie unseren Wildeboer-Konfigurator zur einfachen Überprüfung der Ausführungsmöglichkeiten. 

Breite
  • 200 mm
  • 300 mm
  • 400 mm
  • 500 mm
  • 600 mm
  • 700 mm
  • 800 mm
  • 900 mm
  • 1000 mm
  • 1200 mm
  • 1400 mm
  • 1600 mm
  • 1800 mm
  • 2000 mm
Höhe
  • 180 mm
  • 345 mm
  • 510 mm
  • 675 mm
  • 840 mm
  • 1005 mm
  • 1170 mm
  • 1335 mm
  • 1500 mm
  • 1665 mm
  • 1830 mm
  • 1995 mm
Einbaurahmen
  • Ohne Einbaurahmen
  • Mit Einbaurahmen
Einbauart
  • in massive Wand
  • zwischen Lüftungsleitungen

Produktbilder

Medien & Downloads

Anwenderhandbuch JR Rauchchschutzklappe (2021-03)
PDF 1MB
Betriebsanleitung JR Rauchschutzklappe (2015-07)
PDF 55KB
Übereinstimmungserklärung JR (2021-09)
PDF 20KB
Übereinstimmungszertifikat JR Rauchschutzklappe, Z-78.4-40 (2000-11)
PDF 415KB
Zulassung JR Rauchschutzklappe, Z-78.4-40 (2020-08)
PDF 334KB

Ausschreibungstext

Über den folgenden Link können Sie den Ausschreibungstext zu diesem Produkt herunterladen. Neben den gängigen Formaten PDF oder DOC sind auch die Formate GAEB 90, ÖNORM oder DATANORM 5 möglich.

FAQ

Die Brandschutzklappen der Baureihe 92 sind wartungsfrei. Sie können aufgrund ihrer Konstruktion und der verwendeten Materialien wie der vollständigen Kapselung der Antriebsmechanik, der thermischen Auslöseeinrichtung, der motorischen Antriebe usw. ohne laufende Wartungsarbeiten zum Erhalt der Funktion auskommen. Regelmäßig wiederkehrendes Schmieren beispielsweise entfällt. Damit beschränkt sich die Instandhaltung auf Funktionskontrollen (Auslösen und Wiederöffnen der Brandschutzklappen) oder Instandsetzungsmaßnahmen bei Beschädigungen. Hygienisch bedingte Reinigungen sind im Rahmen der Gesamtreinigung der raumlufttechnischen Anlage oder bei Bedarf durchzuführen. 

Aufgrund der Wartungsfreiheit sind die Funktionskontrollen auch fernbetätigt zulässig. Besonders einfach und wirtschaftlich lässt sich dieses über das Wildeboer BS2 Kommunikationssystem für Brandschutzklappen mit automatischer Kalendersteuerung durchführen.

Dazu muss das Absperrklappenblatt der Brandschutzklappe geschlossen und wieder geöffnet werden. Die Brandschutzklappe kann mit unterschiedlichen Auslöseeinrichtungen ausgestattet sein oder mit elektrischen Federrücklaufmotoren zum Öffnen und Schließen.

Zur Funktionsprüfung ist die Handauslösung zu betätigen oder eine Fernauslösung vorzunehmen um das Absperrklappenblatt der Brandschutzklappe zu schließen. Danach ist das Absperrklappenblatt wieder zu öffnen.

Die jeweiligen Inbetrieb- und Funktionskontrollmaßnahmen sowie Hinweise zum Betrieb sind in den Betriebsanleitungen beschrieben.

Sie finden unsere Betriebsanleitungen im Download-Bereich.

Bei der Funktionsweise und dem Betrieb von Brandschutzklappen nach DIN EN 15650 gibt es mehrere Vorgaben und Pflichten, die einzuhalten sind. Wir haben die Wesentlichen in einem Dokument zusammengefasst, das Sie sich hier anschauen und herunterladen können.

Lässt sich die Brandschutzklappe nicht öffnen, muss die Schmelzlothülse bzw. das thermoelektrische Schmelzlot auf Unversehrtheit überprüft werden. Diese müssen sich im ordnungsgemäßen Zustand befinden und dürfen keinerlei Beschädigungen aufweisen. Die Ausführungen und den Austausch können Sie der jeweiligen Betriebsanleitung entnehmen.

Darüber hinaus dürfen keine Einbauteile den Klappenblattfreilauf behindern oder versperren.

Sollten diese Maßnahmen nicht wirken setzen Sie sich bitte mit unserer Technischen Beratung in Verbindung.

Sie finden unsere Betriebsanleitungen im Download-Bereich.

Ein Mindestabstand zu angrenzenden Wänden und Decken ist beim Einbau von eckigen Brandschutzklappen der Wildeboer Bauteile GmbH nicht erforderlich. Lediglich ein geringer Abstand ist bei der runden Brandschutzklappe FR90 vorzusehen.

Die entsprechenden Vorgaben können den jeweiligen Anwenderhandbüchern entnommen werden.

Ja. Für die Brandschutzklappen FK90 und FR90 liegt das Konformitätszertifikat zum Einsatz in EX-geschützen Bereichen vor. Sie sind mit mechanischer Auslöseeinrichtung oder elektrischem Federrücklaufmotor erhältlich.  

Details zur Handhabung von Brandschutzklappen mit asbesthaltigen Baustoffen haben wir für Sie in diesem Dokument zusammengefasst.

Nein. Die Brandschutzklappen verfügen jeweils über zwei Kontrollöffnungen (Inspektionsöffnungen). Diese ermöglichen einen Einblick in den Innenraum der Brandschutzklappe, beidseitig des Absperrklappenblatts. Optional können Revisionsöffnungen bei der Brandschutzklappe FK90 bestellt werden. Diese ersetzen nicht Öffnungen entsprechender Größe, die auf Grund von einschlägigen Normen und Richtlinien für Reinigungszwecke vorgesehen werden müssen.

Ja, die  AMP-Stecker können entfernt werden.

Ja. Die Brandschutzklappen werden werksseitig mit einem elektrischen Federrücklaufmotor oder einer thermisch-mechanischen Auslöseeinrichtung (TMA) ausgerüstet. Eine Brandschutzklappe, die werksseitig mit einer TMA ausgestattet ist, kann nachträglich einen Federrücklaufmotor erhalten. Für die Umrüstung sind komplette Antriebseinheiten für den jeweiligen Klappentyp erforderlich. Diese beinhalten die Motorkonsole, den Federrücklaufmotor und das elektrische Schmelzlot.

Ja. Ein Nachrüsten eines Endlagenschalters jeweils für die Offen- und Geschlossen-Stellung der Brandschutzklappe ist möglich. Federrücklaufmotoren verfügen standardmäßig über beide Endlagenschalter.

Ein elastischer Stutzen, auch Dehnungsausgleicher oder Segeltuchstutzen genannt, eignet sich zum Einbau zwischen einer Lüftungsleitung und Komponenten einer Lüftungsanlage z.B. einer Brandschutzklappe. Er kann Längenänderungen des angeschlossenen Kanals aufnehmen, im Brandfall abbrennen und verhindert somit eine Kraftübertragung der Lüftungsleitung auf die Brandschutzklappe.

FK90, FR90 (Baureihe FR92 und FR92K) und FK90K Brandschutzklappen sind CE-gekennzeichnete Bauprodukte nach der harmonisierten Produktnorm DIN EN 15650. Sie können ein- und beidseitig an Lüftungsleitungen aus nicht brennbaren oder aus brennbaren Baustoffen angeschlossen werden. Im Brandfall dürfen thermische Ausdehnungen dieser Leitungen keine erheblichen Kräfte auf die Brandschutzklappe ausüben. Es sind entsprechend dem örtlichen Bedarf Ausgleichsmaßnahmen vorzusehen. Bauordnungsrechtliche Vorgaben zur Umsetzung und Notwendigkeit enthält dazu in Deutschland die „Richtlinie über brandschutztechnische Anforderungen an Lüftungsanlagen“ kurz „Lüftungsanlagenrichtlinie - LüAR“. Allgemein erfolgt der Ausgleich hier durch eine geeignete Leitungsverlegung. Eine generelle Forderung zur Verwendung elastischer Stutzen besteht grundsätzlich nicht. 

Zusätzlich sind bei Verwendung der FK90 Brandschutzklappe für gewerbliche Küchen die Vorgaben der allgemein bauaufsichtlichen Zulassung Z41.3-670 zu beachten. Es sind Lüftungsleitungen aus verzinktem oder nichtrostendem Stahl anzuschließen. Zur Verlegung der Lüftungsleitung und Begrenzung von Kräften ist ebenfalls auf die oben genannte Richtlinie hinzuweisen. 

Zudem sind Lüftungsleitungen an FK90 Brandschutzklappen für gewerbliche Küchen gemäß der bauaufsichtlichen Zulassung

  • in Metallständerwänden 
  • in Wänden aus Gipswandbauplatten 

über geeignete elastische Stutzen (Dehnungsausgleicher) aus brennbaren Baustoffen, mindestens Baustoffklasse B2 nach DIN 4102-1, anzuschließen. Gefordert sind ≥ 100 mm Dehnungsaufnahme im Einbauzustand.

Am 01. Juli 2013 trat die europäische Bauproduktenverordnung (BauPVO, Nr. 305/2011) in sämtlichen Mitgliedsstaaten der EU nach einer Übergangszeit vollständig in Kraft und ersetzte die Bauproduktenrichtlinie (BPR, Nr. 89/106/EWG).

Neu produzierte Brandschutzklappen, die unter die harmonisierte Produktnorm EN 15650 fallen, müssen bereits seit dem 01. September 2012 mit dem CE-Konformitätszeichen gekennzeichnet sein. Der Hersteller hat außerdem seit dem 01. Juli 2013 zusätzlich eine Leistungserklärung (DoP = Declaration of Performance) abzugeben. Er übernimmt damit die Verantwortung für die Konformität der Brandschutzklappe mit der erklärten Leistung. Die Leistungserklärungen liegen vor für:

  • Brandschutzklappe FK90
  • Brandschutzklappe FR90
  • Brandschutzklappe FK90K
  • Brandschutzventil BV90

Das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt) darf damit für Brandschutzklappen, die unter die harmonisierte Produktnorm EN 15650 fallen und daher eine CE-Kennzeichnung tragen müssen, keine allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassungen (abZ) mehr ausstellen oder verlängern. Für nationale Bauvorhaben dürfen sie als Verwendbarkeitsnachweis nicht mehr gefordert werden.

Die erforderlichen Angaben für den Einbau und die Montage sind in den umfangreichen Anwenderhandbüchern vollständig beschrieben.

Beachten Sie auch folgende Produkte

EK90 Entrauchungsklappe, Baureihe EK92
Umwelt-Produktdeklaration (EPD)
CE-Kennzeichnung
EK90 Entrauchungsklappe, Baureihe EK92
FR90 Brandschutzklappe, Baureihe FR92
Umwelt-Produktdeklaration (EPD)
Hygienezertifikat
CE-Kennzeichnung
FR90 Brandschutzklappe, Baureihe FR92