MISCHLÜFTUNG NEU INTERPRETIERT

Die Mischlüftung ist ein geeignetes und seit langem etabliertes Mittel, eine gute Luftqualität im Raum unter Einhaltung aller Anforderungen an die Behaglichkeit und Energieeffizienz zu realisieren. Doch gilt es selbst hier, weitere Verbesserungen zu erzielen.

Luftqualität und thermische Behaglichkeit sind wesentliche Faktoren für unser Wohlbefinden. Max von Pettenkofer konnte schon vor über 150 Jahren nachweisen, dass sich Personen in Räumen wohl fühlen, wenn die Kohlendioxid-(CO2)-Konzentration weniger als 0,1% (1.000 ppm) beträgt. Bei Werten über 0,2 % (2.000 ppm) beginnen diese, sich unwohl zu fühlen. Pettenkofer sah die CO2-Konzentration folglich als einen Indikator für Luftqualität. Die thermische Behaglichkeit hingegen ist ein Empfinden, das durch Einflussgrößen wie z.B. die Lufttemperatur und Strömungsgeschwindigkeiten der Raumluft beeinflusst wird. Auch wenn Normen diese berechenbar machen, so bleibt stets der Charakter einer subjektiven Wahrnehmung erhalten. Dort, wo mehrere Menschen in einem Raum zusammenkommen, ist es eine Herausforderung, jedem gerecht zu werden.

Effizienz und Gesundheit im Spagat

Neben gesundheitsbezogenen Aspekten müssen Gebäude und deren technische Ausrüstung heute immer höher werdende Anforderungen an die Energieeffizienz erfüllen. Um Energie in Gebäuden einzusparen, wird laut Energieeinsparverordnung (EnEV) eine dauerhaft luftundurchlässige Gebäudehülle zur Vermeidung von Wärmeverlusten verlangt.

Bei zunehmender Dichtigkeit der Gebäudehülle wird Lüftung zur Pflicht. Mindestens gefordert wird der zum Zwecke der Gesundheit erforderliche Luftwechsel. Nur dann sind die Anforderungen an die Luftqualität zu erfüllen.

Grundlage für die Energieeffizienz einer Lüftungsanlage ist deren Bedarfsabhängigkeit, d.h. sie arbeitet in dem Maße, wie es erforderlich ist. Idealerweise bestimmen Raumluftsensoren die Raumluftqualität und ermöglichen damit eine bedarfsabhängige Luftvolumenstromregelung. Gerade in Räumen mit wechselnder Personenzahl bedeutet dies, dass die Volumenströme nicht mehr konstant sind, sondern innerhalb einer Spanne, also zwischen einer Unter- und Obergrenze variieren. Sind die Anlage und die verwendeten Komponenten darauf ausgerichtet, funktioniert das Luftführungssystem sicher und energieeffizient.

Den kompletten Beitrag können Sie in der rechten Spalte herunterladen.

PRODUKTÜBERSICHT

Fachbeitrag
"Mischlüftung neu interpretiert"

Hier herunterladen (...)

ABBILDUNGEN

Die Grafik zeigt vereinfacht den Einsatzbereich für die Mischlüftung.
Bild: Prof. Dr.-Ing. Klaus Fitzner

Dralldurchlass für Decken. Beim Dralldurchlass strömt die Luft radial über die gesamte Durchlassfläche aus. Durch hohe Induktion erreicht dieser einen hohen und damit zügigen Geschwindigkeits- und Temperaturabbau.

Es werden deutlich weniger Verwirbelungen und damit geringere Druckverluste und Strömungsgeräusche erzeugt, wenn bei Dralldurchlässen Anstellwinkel der Lamellen von außen nach innen allmählich ansteigen.

Die Simulation zeigt die Charakteristik der Strömung beim Austritt der Zuluft aus dem Dralldurchlass. Ein Luftdurchlass beeinflusst den „ersten Schritt“ einer Strömung in den Raum.